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DAS BUCH

Franz Lanthaler

Texte zu Sprache und Schule in Südtirol (1974 - 2012)

herausgegeben von Hans Drumbl und Horst Sitta

„Doch die ‚Muttersprache‘ des Menschen ist nicht die Einzelsprache, auch nicht die als erste erworbene, sondern die grundlegende Sprachfähigkeit, die es ihm erlaubt, inhaltliche, Welt erschließende Kategorien zu erwerben und sie mit sprachlichen Zeichen in Verbindung zu bringen.“
(aus: Muttersprache, Mutterlaut)



Es sind Lanthalers scripta minora, die hier versammelt sind, gleichsam die Brosamen am Weg eines unermüdlich Schaffenden, der aus der Mitte dessprachlichen Lebens heraus den Weggesucht hat zur größeren Diskursgemeinschaft zu Sprache und Südtirol: zur  akademischen Gemeinschaft einerseits, schon mit seiner Dissertation bei Johannes Erben in Innsbruck, dem geistigen Zentrum für die Erforschung der Sprache in Südtirol; dann zur Gemeinschaft der Menschen, die in Südtirol wirksam waren.

Er hat sich das Rüstzeug erworben, um dort anzusetzen, wo Sprachkultur in Südtirol heimisch ist, beim Dialekt nämlich; so hat er mit Sorgfalt die Spuren des Dialekts wissenschaftlich gesichert und mit Sorge jene Bereiche der Diglossie und Mehrsprachigkeit wahrgenommen, wo die jungen Menschen im Land Hilfe und Unterstützung benötigten, weil ihre Sprachlichkeit nicht dieselbe ist wie die von Gleichaltrigen in einsprachigen Gebieten.

Südtirol braucht Menschen, die das sprachliche Erbe mit Kenntnis und wissenschaftlicher Bildung als ihr Anliegen erkennen, ein Erbe, das es von dieser Grundlage aus in die sprachliche Gegenwart einzubringen gilt. Die Muttersprache der Südtiroler verdient nichtallein den Schutz, den ihr das Autonomiestatut gewährt, sondern auch die Achtung und die Anerkennung, die ihr durch die Arbeit an der Überlieferung, an den Texten, an den Traditionen zustehen.„


In Situationen von Zwei-(oder Mehr-)sprachigkeit sind es demnach nicht in erster Linie die Systemunterschiede, die die Verständigung erschweren, sondern soziale Einstellungen und Haltungen.“
(aus: Dialekt und Zweisprachigkeit in Südtirol)

„In Sprachgemeinschaften …, deren Mitglieder fast ausschließlich im Dialekt kommunizieren und interagieren, bleibt man als einer, der nur Standard spricht, ein Fremder oder ein Außenseiter.“
(aus: Dialekt und Zweisprachigkeit in Südtirol)

„Der Grund für das schlechtere Abschneiden der Dialekt sprechenden SchülerInnen lag nämlich nicht am Dialekt, sondern an der Schule, die im „Jahrhundert des Kindes“ nicht bereit war, das Kind dort abzuholen, wo es mit seiner Sprache zu Hause war …“
(aus: Den Kindern ihre Sprache)

  • deutsch
  • 2012
  • pp 460
  • EUR 24,00
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