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DAS BUCH

Christer Laurén

Die Früherlernung mehrerer Sprachen

Theorie und Praxis

Man kann in der Schulzeit mehrere Sprachen erlernen.
Man benötigt einen interdisziplinäres Zugang, der Wissen und Können der Sprachwissenschaft, der Psychologie und der Pädagogik in Kombination mit einer gründlichen Kenntnis effizienter Formen der sprachpädagogischen Arbeit nutzt.


Die Möglichkeit, in der Schulzeit außer der Erstsprache mehr als eine weitere Sprache zu erlernen, wird von vielen immer noch stark bezweifelt. Wenn man an eine unselektierte Gruppe von Schülerinnen und Schülern denkt, kann man auch sagen, dass nicht einmal allen das Erlernen einer einzigen Sprache gelingt. So schwarz könnte der Pessimist die Lage in Europa heute malen.

Der Bedarf an funktionellen Fertigkeiten in mehreren Sprachen hat in zwei Jahrzehnten qualitativ und quantitativ mit der programmatisch mehrsprachigen EU und mit der allgemeinen Internationalisierung zugenommen. Trotzdem bleibt die Lage dynamisch.

Wollen wir die heutige internationale Kommunikation betreiben und vorbereitet sein auf eine Zukunft, die mit Sicherheit sprachlich so dynamisch bleibt, wie es die Geschichte war, müssen wir mehr als eine fremde Sprache vermitteln können, ohne dabei auf unsere Erstsprache zu verzichten. Weder die IB- und Europaschulen noch die so genannten internationalen Schulen erfüllen in angemessener Weise die Forderungen, die man an sie als allgemeine Modelle stellen kann, auch wenn sie es wert sind, dass man sich mit ihnen vertraut macht. Sie sind zumeist nicht erforscht in Bezug auf ihre Ergebnisse, sie haben Eliteschüler, kümmern sich nicht in ausreichendem Umfang um die Erstsprache oder haben kein genügend reichhaltiges Sprachprogramm für ihre SchülerInnen.

Aber es existieren gute Modelle, die die meisten Forderungen erfüllen, die man stellen kann, und von denen man selektiv Züge entlehnen kann. Die Theorie, die das Lehren und Lernen von Sprachen verbindet und die diesem Buch zugrunde liegt, basiert auf langjähriger praktischer Erfahrung und auf Forschung. Für das Sprachenlernen und das Lernen mehrerer Sprachen benötigt man eine solche Theorie. Daher ist dies ein interdisziplinäres Buch. Hier werden Wissen und Können aus der Sprachwissenschaft, der Psychologie und der Pädagogik in Kombination mit einer gründlichen Kenntnis effizienter Formen der sprachpädagogischen Arbeit genutzt.
Damit die LeserInnen nicht in einem wissenschaftlichen Apparat versinken, habe ich die Literaturhinweise auf das Allernotwendigste beschränkt und mich bemüht, allgemein verständlich zu schreiben. Die Europäer müssen und können mehrere fremde Sprachen erlernen. Das kann aber in einer Weise geschehen, dass ihre erste Sprache Nutzen daraus zieht.

Das Buch erhielt seine endgültige Form im Studienjahr 2004–2005 an der Europäischen Akademie Bozen, als ich von meiner Professur an der Universität Vasa freigestellt war.

Schriftenreihe „Educazione bilingue“ 28 der Autonomen Provinz Bozen Südtirol

  • deutsch
  • 2006
  • pp 175
  • EUR 16,00
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